Die Messwerte der MVR-Emissionen, die der Umwelterklärung der Stadtreinigung Hamburg entnommen werden können, liegen teils sehr deutlich unter den gesetzlich vorgeschriebenen Werten des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (17. BImSchV). Ein großer Teil der Abgaswerte liegt sogar unter den jeweiligen Nachweisgrenzen.
Mit dem Emissionsauswerterechner sammeln und speichern wir die Messwerte der kontinuierlichen Gasanalysen. Der Rechner erfasst Mittelwerte, erstellt die Klassenverteilung und vergleicht diese mit den gültigen Grenzwerten für die MVR. Grenzwertverletzungen werden registriert und vom Betrieb an die staatliche Aufsicht in der Behörde für Umwelt und Energie gemeldet.
Siedlungsabfälle enthalten einen Anteil biogenen Ursprungs von ca. 50 %. Die bei der Abfallverbrennung freigesetzte Energie wird von der MVR zur Energieversorgung genutzt. Dies kann dazu beitragen, den Bedarf an zusätzlicher Primärenergie zu verringern. Die Hilfsdampferzeuger der MVR unterliegen dem Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz. Durch kontinuierliche Verbesserung des Prozesses konnte die benötigte Anzahl an Zertifikaten deutlich verringert werden (s. Unternehmensbroschüre).
Auch wenn unsere Emissionswerte im Durchschnitt unterhalb der Grenzwerte liegen, lassen sich kurzzeitige Überschreitungen nicht immer vermeiden. Gründe dafür können schlechte Müllqualitäten, Ausfall von Komponenten oder auch (sehr selten) Bedienfehler sein. Die Anzahl solcher Ereignisse konnte in den letzten Jahren durch zielgerichtete Schulungen der Mitarbeiter und kontinuierliche Verbesserungen der Arbeitsabläufe deutlich verringert werden.
Die MVR liegt im Herzen des Hamburger Hafengebiets, in dem die Lärmbelastung hoch ist. Die MVR hält an den Grundstücksgrenzen die Lärmgrenzwerte jedoch sicher ein. Das gelingt auch im Innenbereich. In den wenigen Bereichen, wo der Schallschutz an technische Grenzen stößt, befinden sich Schallschutzeinhausungen und es ist für die Mitarbeiter ein Gehörschutz vorgeschrieben.

„Gläserne“ Schornsteine

Überwachung in der Warte